Heutzutage kann sich niemand mehr vorstellen, dass im Wedaustadion noch andere Mannschaften Heimrecht genossen als die 'Zebras' vom MSV Duisburg. Profifußball, MSV und Wedaustadion, dieser Dreiklang gab über vier Jahrzehnte den Ton an. Doch das war nicht immer so.
Als zum Beispiel die Stadt vom Bundesliga-Gründungsmitglied MSV Duisburg verlangte, seine Heimspiele, auf dem ersten Fußball-Platz in Duisburg auszutragen, gab es durchaus Gegenwehr. Der Duisburger Spielverein, einst vornehmste Adresse, wenn es um Duisburger Ballsport ging, bestand auf seine angestammten Nutzungsrechte. So richtig heimelig war es da im Wedaustadion schon nicht mehr, doch die Pläne zum Anschluss an die neue Zeit wurden bereits geschmiedet.

1921 erbaut und mit den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1922 erstmals sportlich genutzt, war die Arena nach dem Berliner Stadion im Grunewald die zweite Großsportstätte überhaupt in Deutschland. Mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Zuschauern, aber ohne eine Großtribüne, da die finanziellen Mittell seinerzeit dafür fehlten. Es reichte lediglich für 50 Meter überdachte Sitzplätze auf der Westseite.

Anfang der sechziger Jahre, von der Bundesliga war noch nicht die Rede, fasste der Rat der Stadt Duisburg den Entschluss, die Anlage Wedaustadion mit einer Großtribüne auf den neuesten Stand zu bringen. In zweijähriger Bauzeit entstand für 6,7 Millionen Mark die modernste Großtribüne Westdeutschlands. Ihr Fassungsvermögen: 6.500 überdachte Sitzplätze sowie 3.428 Plätze auf der Vortribüne. Gleichzeitig setze die neue Flutlichtanlage für damilige Ansprüche neue Maßstäbe. Am 13. Februar 1964 konnte die Tribüne ihrer Bestimmung übergeben werden.  In den siebziger Jahren reiften Pläne das Wedaustadion komplett zu überdachen leider nur in Form eines Modellbaus. Die Universiade 1989 brachte dem Stadion ein neues Farbleitsystem und etwas neuen Putz an der Fassade. Endlich erhielt das Stadion auch eine Anzeigentafel. Aber all das blieb - mehr oder weniger - Stückwerk. 

Das Haltbarkeitsdatum des alten Wedaustadions war im MSV-Jubiuläumsjahr 2002 dann endgültig überschritten. Die Idee zum Neubau eines modernen Stadions war geboren und im Frühjahr 2005 feierte Duisburg die Einweihung der neuen MSV Aren. Damit begann für Duisburg ein neues und modernes Fußball-Zeitalter, dass mit der Umbennung im Jahr 2010 in SCHAUINSLAND- REISEN-ARENA einen weiteren Meilenstein zu verzeichnen hat.
 

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